
DVM U14w 2008
DVM U14w 2008
Bericht von Anne und Björn
Vom 26.-30.12.08 fanden in Dittrichshütte in Thüringen die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Mädchen unter 14 Jahren statt. Für den SC Erlangen spielten:
· Hanna Marie Klek
· Anne Harder
· Bianca Stolcz
· Maria Hetzner
· Sylvia Reinhart
· Sowie Betreuer Björn Rohde
Alles begann relativ „dramatisch“. Schon auf der Hinfahrt bemerkten wir die extremen Temperaturunterschiede und Schneeverhältnisse. Die Temperaturen in den Zimmern, die wir nach Schlüsselerhalt beziehen wollten, glichen der Außentemperatur. Ein Aufdrehen der Heizung, die nicht einmal 15% Leistung einer „normalen“ Heizung hatte, brachte keine Besserung. Die obligatorischen Heimatanrufe bzgl. der Ankunft scheiterten an nicht vorhandenen Mobilfunknetzen. Zudem fehlte auch noch unser Betreuer Björn. Doch das für uns Allerschlimmste war das Leitungswasser, welches einen „leichten“ Gelbstich hatte.
Zum ersten Wettkampftag trat zum Glück Besserung ein. Wir froren weniger, Björn war anwesend und hatte sogar ein funktionsfähiges Handy bei sich. Am ersten Abend wurden in der Mannschaftsbesprechung eigene Regeln an der Zimmertür aufgestellt. So konnte es also losgehen!

- Die von den Spielerinnen aufgestellten Regeln
Zum ersten Wettkampftag trat zum Glück Besserung ein. Wir froren weniger, Björn war anwesend und hatte sogar ein funktionsfähiges Handy bei sich. Am ersten Abend wurden in der Mannschaftsbesprechung eigene Regeln an der Zimmertür aufgestellt. So konnte es also losgehen!
Nach dem gemeinsamen Frühstück, starteten wir in die erste Runde gegen den Dortmunder SV 1875. Maria setzte aus und spielte im Ersatzspielerinnenturnier remis. An Brett 2 stand Anne mächtig unter Druck. Sylvia spielte insgesamt sehr gut und konzentriert, allerdings den letzten Partiezug leider nicht – 0:1. Da Hanna an 1 und Bianca an 3 leichte Vorteile hatten, remisierte Anne ihre schlechte Stellung. Dank Hanna und Bianca schafften wir es, den Rückstand aufzuholen und gewannen 2½:1½. Nach einem leckeren Mittagessen gingen wir gestärkt in die zweite Runde. Gegner war der SC Porta Westfalica, unser 2. Gegner aus NRW. Sylvia spielte nun im Ersatzspielerinnenturnier. In dieser Runde schwächelten die ersten beiden Bretter, glücklicherweise konnten Hanna und Anne ihre Partien gewinnen, nachdem Bianca schon gewonnen hatte. Maria spielte als letzte und remisierte trotz eindeutiger Gewinnstellung. So siegten wir 3½:½. Dieses Ergebnis war in dieser Höhe kaum verdient.

Da an diesem Abend Kreativabend war, bastelten Sylvia und Anne einen neuen „Björn“ in Form eines Wutballes.
Seine Freude war groß. Gegen 21:45 Uhr suchte Björn uns auf, um die gemeinsame Frühstückszeit festzulegen, doch der Sandmann war ihm zuvorgekommen; die gesamte Mannschaft schlummerte schon brav.
Wie tags zuvor fand ein gemeinsames Frühstück mit dem SC Uttenreuth statt. Heute ging es gegen den späteren Deutschen Meister SK Nordhorn Blanke. Nachdem wir zweimal den Joker „Glück“ verwendet hatten, verließ uns selbiges. An Brett 1 erspielte sich Hanna zwar eine gute Stellung, aber verlor; auch Sylvia an Brett 4 blieb chancenlos. Lediglich an Brett 2 und 3 erkämpften sich Anne und Bianca wahre Arbeitssiege. Dieses 2:2 war der einzige Mannschaftspunkt, den der SK Nordhorn Blanke in diesem Turnier abzugeben hatte.

- Gastspielerin und Kind des Zorns: Bianca Stolcz
Am Nachmittag trafen wir auf die uns wohlbekannten und geschätzten Vaterstettener. Maria spielte an vier zwar konzentriert, doch ihre Gegnerin sah eine gute Kombination und gewann. Anne und Bianca spielten wie morgens sehr stark und gewannen souverän. Hanna spielte eine schöne Partie, die sie mit 1. a3 eröffnete, verrechnete sich in sehr guter Stellung und verlor leider letzten Endes. Am Abend nahmen zwei Erlanger Teams am Tandemturnier teil. Die „Kinder des Zorns“ (Maria und Bianca) belegten den 12., das „Wunder aus Erlangen“ (Sylvia und Björn) erreichten hierbei den 4. Platz.
Da die Mädchen an diesem Tag mehr Zeit in der Frühe für sich haben wollten, hatten sie abends zuvor beschlossen früher aufzustehen. Hiervon wusste der arme Björn reichlich wenig, somit wurde er unsanft aus dem Bett geklopft. Verschlafen und ungekämmt trottete er hinter uns mit zum Frühstück. Während er langsam aufwachte, spielten wir Mädchen gegen den GW Fritzdorf und gewannen letztendlich 4:0. Taktisch geplant war ein Remisangebot von Maria an Brett 4, da der Kampf mit 2 weiteren Siegen gewonnen gewesen wäre. Nach dem dritten Gebot bat der sympathische Betreuer dies zu unterlassen. Kurz darauf gewannen Hanna, Anne und Bianca ihre Partien, während Maria ihre Stellung verbesserte. Nun war es die Gegnerin die Remis bot. Da ihr Ergebnis nichts am Mannschaftsergebnis änderte, kämpfte sie ihre Partie weiter. Nach insgesamt 4 Stunden und 45 Minuten, kam Maria erschöpft, aber freudestrahlend mit dem vollen Punkt, der später sehr wichtig war, aus dem Turniersaal. Nachmittags ging es gegen die späteren Dritten SC Ladja Roßdorf. Sylvia hatte an Brett 4 leider etwas zu unkonzentriert gespielt und verlor. Während alle anderen Mannschaften ihre Partien beendet waren, war der Kampf zwischen Erlangen und Roßdorf noch nicht entschieden. Bianca gewann wie immer, was auch Hanna etwas später gelang. Leider hatte Annes Verteidigung zu viel Bedenkzeit in Anspruch genommen, so dass sie in Zeitnot ihre unklare Stellung durch einen schweren strukturellen Fehler verlor. Somit endete dieser Kampf ohne Gewinner 2:2. Mit viel Spaß rodelten Anne, Sylvia, Maria und Bianca auf der Allwetterrodelbahn, während Hanna und Björn verzweifelt den Kicker suchten. Nach langer Suche wurden sie fündig und wir spielten Dart und Kicker. Auch wurden wir an diesem Abend mit einem weiteren Problem konfrontiert: Anne fand den Zimmerschlüssel nicht. Mit Hilfe der Rezeption kamen wir schließlich doch in unser Zimmer rein.

Am letzten Tag trafen wir auf die an vier gesetzten Chemnitzer in einem Fernduell mit Roßdorf um den Vizemeistertitel (ein 2:2 könnte nur reichen, wenn Roßdorf nicht 4:0 gewinnt). Nachdem Hanna die erste Partie gewonnen hatte und ein Remis bei Roßdorf fiel, remisierten unsere beiden mittleren Bretter und Maria gab ihre Partie auf. Um kurz vor 12 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Mensa und gaben die Pfandflaschen ab. Nach dem Einstecken des Pfandes in die Hosentasche befand sich beim Herausziehen der Hand wunderbarerweise der verloren geglaubte Zimmerschlüssel in dieser welchen.
So gingen wir alle glücklich zur Siegerehrung und holten uns den Pokal für den deutschen Vizemeistertitel.

Bianca erhielt zudem den Pokal der Brettbesten, sowie Sylvia einen Sachpreis für die gute Platzierung beim Tandemturnier.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Harder, der uns sicher hin und zurück gebracht hatte. Auch bedanken wir uns ganz herzlich bei unserer Gastspielerin Bianca Stolcz, den Ausrichter SG Stadtilm und der DSJ für das tolle Turnier!
Anne und Björn