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DVM 2011 AK U12 und U16

Auf dieser Seite werden wir über die Deutschen Vereinsmeisterschaften berichten.

Erstmals schafften wir es mit dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaften in der AK U12 und U16 uns zu qualifizieren.

Die Meisterschaften finden vom 26.-30.12.2011 statt

Unser U12 Team startet in Arendsee (Sachsen Anhalt)

Eine Teilnehmerliste gibt es hier   Weitere Informationen beim Ausrichter

Das U16 Team in Triptis (Thüringen)  

Eine Teilnehmerliste gibt es hier 

Thomas wird täglich von der U12 berichten, Stefan von der U16

Wir drücken unseren beiden Teams die Daumen!

 

 

U12 - Tag1

Runde 2 gegen die Deutschen Meister Makkabi Berlin

Die Anreise verlief völlig Problemlos. Wie schon im letzten Jahr reiste ich aus meiner alten Heimat an während Kai, Kevin, Simon und Florian direkt aus Erlangen kamen. Vielen Dank an Familie Tschammer und Jürgen Meyer der ja am selben Ort mit seiner U14w Mannschaft aus Uttenreuth am Start ist und zum Glück noch 2 Plätze frei hatte.

Die Zimmer sind bezogen und über die Belegung des Beistellbettes bei unseren 4 Jungs (da es nur ein 3er Zimmer ist) hat ganz demokratisch eine Münze entschieden.

Das Abendessen war gut und Vitaminreich. Nun darf ich nachher gleich noch zur Betreuerbesprechung. Die Auslosung ist noch nicht heraus, aber die Teilnehmerliste wird sich wohl nicht mehr wesentlich ändern, derzeit würden wir den MTV 1876 Saalfeld zugelost bekommen. Das wäre knapp am ersten Bayerischen Duell vorbei.

Die Internetverbindung mit USB Stick funktioniert hier recht gut. Ich werde also wohl täglich berichten können.

Na dann, hoffen wir mal auf einen guten Start ins Turnier.

Runde 1 gegen Saalfeld (Thü)

Der Start ist uns ge"glück"t.

Eigentlich begann der Wettkampf sehr gut, da Florian in einer wilden Partie und einer langen Opfervariante die der Gegner anzettelte am Ende mit Mehrfigur und so auch als verdienter Sieger vom Platz ging! Sauber gerechnet! Kevin konnte in einer vom Gegner zunächst sehr ruhig geführten Partie (weißer Stonewall) Schritt für Schritt sehr schön den Gegner schwächen und profitierte dann aus bereits guter Position von einem Qualitätseinsteller.

Also eine 2-0 Führung.

Kai hatte sich mit Schwarz einen Bauern geschnappt, wollte diesen aber nicht verteidigen und so war es wohl zunächst Ausgleich. Jetzt kämpfte er sich durch schlaue Abwichlungen in ein vorteilhaftes Endspiel mit Mehrbauern und Läufer gegen Springer. Nun können Springer aber manchmal gemein sein und so fand dieser ein zu starkes Feld was mit Material und schließlich dem Partieverlust verbunden war. Trotzdem bis dahin schön heraus gespielt.

Simon kam besser aus der Eröffnung, griff dann aber nicht konsequent genug an. Er erbeutete aber dann irgendwann einen Bauern nachdem die Gegnerin einen Spiess mit Qualitätsgewinn ausgelassen hatte. Er wickelte in ein gewonnenes Bauernendspiel mit gedecktem Mehrfreibauern ab. Dann aber berechnete er es ganz falsch und erreichte für einen Moment ein Remisendspiel was aber eben nur einen Zug lang erreichbar war. Plötzlich stand seine Gegnerin auf Gewinn und lehnte daher auch remis ab. Sie spielte sauber weiter und einen Zug vor dem drohenden Gewinnzug den beide nicht gesehen hatten einigten sich dann doch beide auf Remis.

MTV 1876 Saalfeld-SC Erlangen1½ - 2½
Kania,Markus-Dürr,Florian0 - 1
Quandt,Franz Edmu-Tong,Kevin0 - 1
Dührkop,Jasmin-Wegmann,Simon½ - ½
Rauch,Marie-Louis-Tschammer,Kai1 - 0

Also am Ende war der Mannschaftssieg etwas Glücklich, doch mit Verlauf der Partien in Summe verdient.

Damit hatten wir uns aber auch die Auslosung der 2.Runde verdient. Es ging an Tisch 1 gegen die Topfavoriten von Makabi Berlin.

Runde 2 gegen Makkabi Berlin 

nur 1 Stunde Vorbereitungszeit und doch war nach nur 5 Minuten des Trainers Herz erfreut, als diese auch bei allen auf dem Brett war.

Kai hatte einen Sizilianer wo er sich ordentlich aufbaute und eine gute Ausgangsposition hatte. Im Laufe der Partie erspielte sich sein 500 DWZ Punkte stärkerer Gegner aber eine deutlich bessere Stellung. Es genügten schon 2 zu passive Züge von Kai, die der Gegner dann ausnutzen konnte und einen starken Angriff mit vielen aktiven Figuren bekam. Es konnten nicht mehr alle Drohungen pariert werden.

Simon riskierte mit Schwarz gleich mal mit dem Jänisch Gambit das Brett in Flammen zu setzen. Der Gegner wählte aber einen ruhigen Aufbau und so konnte Simon wohl etwa ausgleichen. Leider übersah er ein Zwischenschach und den damit verbundenen Qualitätsverlust. Die Stellung wäre durchaus noch akzeptabel gewesen, jedoch kam es zu einem "folgenschweren Folgefehler" und somit zum 0-2 Rückstand.

Florian hatte es mit einem Aljechin-Chatard-Angriff zu tun. Ein vorbereitetes Bauernopfer versprach große Initiative. Wohl nicht perfekt ausgenutzt aber trotzdem in eine spannende und für beide Seiten gefährliche Stellung abgewickelt, behielt der Gegner die Übersicht und einen ordentlichen Zeitvorsprung. Am Ende brach dann nach Abwicklung, Florians Stellung zusammen und auch das Material wurde immer weniger. 

Der Wettkampf war besiegelt, nun ging es um Ergebniskosmetik.

Kevin hatte auch, lang der Theorie folgend, eine ausgeglichene Maroczy-Stellung auf dem Brett. Die Damen waren getauscht und ihm blieb das Läuferpaar. Gute Aussichten die Partie zu halten gab es auf jeden Fall. Doch sein Gegner konnte mit Routine und mit Kevins zu ruhiger herangehensweise günstig abwickeln und mit dem Turm auf die 2.Reihe kommen. Sich hier zu verteidigen war schwierig, aber Kevin hatte noch ein paar Ideen, welche der Gegner aber alle durchschaute.

SC Erlangen-TuS Makkabi Berlin0 - 4
Dürr,Florian-Sawlin,Leonid0 - 1
Tong,Kevin-Lagunow,Raphael0 - 1
Wegmann,Simon-Schmidek,Emil0 - 1
Tschammer,Kai-Hübner,Alan-Ari0 - 1

Am Ende also ein 0-4 was sicher etwas zu hoch ausfiel. Gekämpft haben unsere Jungs und lernen können sie aus diesem Wettkampf viel!

Morgen geht es in Runde 3 gegen SK Endigen (Baden)

 

 

 

 

 

U12 Tag2

Runde 3 Ein heißer Wett"Kamf" gegen SK Endingen

nach der Niederlage der 2.Runde wollte sich das Team heute reabilitieren. Nach wenigen Zügen sah es auch schon recht freundlich aus.

Simon konnte sein Gegner überraschen und eine klar Vorteilhafte Stellung erspielen. Kai hatte nach Bauernopfer Initiative. Bei Kevin und Flo war noch nicht viel passiert.

Dann ging es plötzlich schnell.

Simon spielte seine klar bessere Stellung nich einfach solide sondern entschied sich für ein Figurenopfer, welches aber an dieser Stelle nicht funktionierte. Da er aber trotzdem Druck aufbauen konnte beschloss sein Gegner remis zu bieten. Da es an den anderen Brettern gut aussah nahm er an.

Bei Kai ging es wild hin und her. Er verrechnete sich und verlor eine Figur und es sah schon Hoffnungslos aus als sein Gegner einzügig einen Turm einstellte. Mit Mehrqualität war es noch nicht so einfach zu spielen und leider lies Kai einen Damentausch aus. Der Gegner bekam Spiel und gewann eine Figur so das Kai bald darauf aufgeben mußte.

Nun war es also an Kevin und Florian den Tag zu retten.

Kevin spielte ein Blitzsauberes Doppelturmendspiel und nutze eine Bauernschwäche konsequent um Vorteil zu erlangen. Diesen setzte er dann souverän um. Eine starke Partie!

Florian stand etwas besser bekam dann aber im Endspiel T+L - T+S trotz Freibauern Probleme da der Springer den Läufer dominierte. Zudem war die Restbedenkzeit aufgebraucht und blitzen angesagt. Zum Glück konnte Florian mit einem Manöver den Läufer gegen den Springer tauschen und so ein besseres Turmendspiel erreichen. Direkt darauf übersah der Gegner ein Schach mit Turmtausch was den Bauern durchgebracht hätte, jedoch gab er da den Turm lieber für den Freibauern was auch hoffnungslos war.

SK Endingen-SC Erlangen1½ - 2½
Fesenmeier,Lukas-Dürr,Florian0 - 1
Bleyer,Kalle-Tong,Kevin0 - 1
Galli,Elias-Wegmann,Simon½ - ½
Fesenmeier,Karl-Tschammer,Kai1 - 0

Den Rückstand noch aufgeholt und mit Kampf verdient gewonnen.

Nun waren wir wieder vorn dabei.

 

Runde 4 3x Super gegen GW Dresden

Simons Gegner war heute krank daher gingen wir kampflos in Führung. Die 3x Super vergebe ich für die gespielten Partien.

Kevin spielte sehr gut gegen einen überraschenden Najdorf Sizilianner. Eine sehr gute positionelle Idee: Er läßt dem Gegner einen gedeckten Freibauern auf d5 den er aber mit Sd4 blockt. Er setzt dann f4-f5 durch und sprengt den Königsflügel mit Mattangriff welcher ihm die Dame + 2 Bauern gegen Turm und Springer einbrachte. Das spielte er technisch sauber zu Ende. 

Florian hatte zunächst nicht optimal gespielt, was dem Gegner die Chance auf Angriff am Königsflügel gebracht hätte. Dieser wollte aber seinen Damenflügel zusammen halten was aber nicht gelang. Der spätere Versuch dann doch noch den Königsflügel zu attackieren wurde mit einem Königsmarsch (es war kurz rochiert) nach c7 beantwortet und so konnte der Damenflügel über die a-Linie abgeräumt werden.

Kai spielte nach seinen 3 Niederlagen wie ausgewechselt. Er war die ganze Partie konzentriert und erspielte sich im Grand Prix Angriff einen starke Stellung. Er marschierte mit dem f-Bauern nach f6 was schon fast undeckbare Mattdrohungen zur Folge hatte. Nur durch Turmopfer konnte der Gegner dem matt entkommen. Das Endspiel mit Mehrturm spielte Kai dann  zwar nicht "perfekt" aber sicher! so das er nach 3 Stunden seinen verdienten ersten Punkt einfahren konnte.

SC Erlangen-SG GW Dresden4 - 0
Dürr,Florian-Renger,Niklas1 - 0
Tong,Kevin-Sack,Carl-Anton1 - 0
Wegmann,Simon-Michel,Richard+ - -
Tschammer,Kai-Schuler,Max1 - 0

Morgen wartet nun mit dem Hagener SV ein "alter Bekannter" aus dem vergangenen Jahr, wir haben da noch eine offene Rechnung ;-)

In der Startliste stehen sie vor uns, es wird also sicher eine spannende und knappe Sache.

 

 

 

 

U12 - Tag3

Die 5.Runde gegen den Hagener SV

Da hatten wir uns gegen die nominell stärkeren Hagener schon etwas vorgenommen. 

Es sah zunächst auch recht freundlich aus.

Kai erreichte eine sehr passable Stellung. Auch Simon bekam seine Vorbereitung fast auf das Brett. Florian hatte es mit Französisch zu tun und bei Kevin lies der Gegner im beschleunigten Drachen den König in der Mitte und griff am Königsflügel an, eine sehr zweischneidige Sache.

Zuerst war dann doch Kai fertig, der durch einen falschen Abtausch dem Gegner das Feld überlies und dem Angriff nichts mehr entgegen setzen konnte. 

Kevin verteidigte sich gegen den Angriff zunächst sehr gut, doch dann brach sein Königsflügel zusammen und er wurde matt gesetzt.

So lagen wir also 2-0 zurück.

Simon machte es dann gut nachdem der Gegner sich einen Läufer abklemmen lies. Er spielte die Mehrfigur sicher zum vollen Punkt.

Bei Florian wurde es sehr spannend. Er konnte nach Damentausch mit dem Läuferpaar eine klar vorteilhafte Stellung erspielen in welcher der Gegner den König in der Mitte lassen mußte. Folgerichtig versuchte er das Zentrum zu öffnen was ihm dann unter einem Scheinopfer gelang. Er stand nun schon sehr stark. Dann wickelte er etwas falsch ab und hatte aber ein sehr spannendes Endspiel jeweils T+T+S in welchem er trotz Minusbauer immer noch klar Vorteilhaft stand da sein Gegner einen Turm, den Springer und den König nicht bewegen konnte. Leider kostete dieses Endspiel viel Zeit und so wickelte er noch einmal ungenau ab und der Vorteil verflüchtigte sich so das er schließlich nach langem Kampf remis geben mußte.

Hagener SV-SC Erlangen2½ - 1½
Böhning,Kilian-Dürr,Florian½ - ½
Balazs,Balint-Tong,Kevin1 - 0
Laubrock,Paul-Wegmann,Simon0 - 1
Hoppe,Andreas-Tschammer,Kai1 - 0

Eine knappe und etwas unglückliche Niederlage.

Runde 6 gegen Doppelbauer Kiel.

Was für ein Wettkampf.

zuerst konnte Kai nach einer echt starken Partie einen sehr wichtigen Punkt für den Mannschaftssieg beisteuern. Er gewann recht früh einen Bauern und bald darauf stellte der Gegner auch noch eine Figur ein. Der Vorteil wurde immer größer und Kai spielte im Endspiel mit Mehrturm konsequent auf Matt.

Florian fand nicht recht ins Spiel. Die Stellung war bei beiderseits etwas offenem König zweischneidig. Der Gegner spielte sehr sauber und gewann einen Bauern und bald darauf stand er auch schon auf Gewinn. Da half nichts mehr. Der Gegner hat stark gespielt und somit auch verdient gewonnen.


Simon schleppte seinen Mehrbauern aus dem Dh4 Schotten ins späte Mittelspiel da der Gegner nicht konsequent genug gegen den unrochierten König vorging. Ein kurzer Angriff brachte ein überraschendes Matt. 

Kevin hatte die Partie lange im Griff gehabt. Er lies dann eine Gewinnmöglichkeit aus da er einen Mattangriff entdeckte den der Gegner, wohl er mit Stellungsglück parieren konnte. Immerhin kam aber ein wohl gewonnenes Turmendspiel mit Mehrbauern heraus. Etwas ungenau gespielt bot Kevin dann beim Stand von 2-1 Remis an. Das mußte der Gegner akzeptieren.

SC Erlangen-SK Doppelbauer Kiel2½ - 1½
Dürr,Florian-Rieper,Julian0 - 1
Tong,Kevin-Wiemann,Niklas½ - ½
Wegmann,Simon-Karlisch,Moritz1 - 0
Tschammer,Kai-Fronius,Thies1 - 0

Nun stehen wir vor der letzten Runde auf Platz 4 und könnten aus eigener Kraft mit einem Sieg gegen den Zweitplatzierten Lübeck noch auf das Treppchen kommen. Auch eine Niederlage würde uns nicht soweit zurückwerfen. Wir können also frei aufspielen. Das Turnier ist schon jetzt ein Erfolg für uns.

U12 letzter Tag

Kevin, Kai, Florian, Simon

Schon nach Runde 6 waren wir sicher in der Top 10. Nun galt es gegen die favorisierten Lübecker noch einmal alles zu geben, denn ein Sieg hätte uns noch auf das Treppchen gebracht.

Runde 7 gegen den Lübecker SV

Bei Simon kam die vorbereitete Variante auf das Brett, bei Florian ging die Vorbereitung perfekt auf. Kai hatte auch eine bekannte Stellung. Bei Kevin hingegen ging die Vorbereitung des Gegners eher auf. Er wählte e5 und hatte sich auf Schottisch wohl gut vorebereitet. Zumindest kam eine für Kevin nicht so bekannte Variante und er stand etwas schlechter.

Simon verwechselte zwei Varianten und stand dann kritisch, ein Folgefehler kostete eine Figur. Simon hatte dafür ein wenig Gegenspiel dank starkem Zentrum. Bei Kai entwickelte sich die Partie normal und er stand wohl etwa ausgeglichen. Als er aber einen Bauern gewinnen wollte, übersah er ein Zwischenschlagzug des Gegners und dies kostete eine Figur und kurz darauf die Partie.

Bei Kevin wurde die Stellung schlechter und er mußte einen Bauern hergeben, er verteidigte sich zunächst noch gut, doch übersah dann ein Bauernopfer des Gegners welches eine Figur kostete. Simon hatte in einer schon sehr schlechten Stellung remis geboten, welches der Gegner annahm als Kevins Partie nicht mehr zu halten war. Der Kampf war also verloren.

Nun konnte Florian aber zumindest noch in einer sehr starken Partie  hochverdient den vollen Punkt erbeuten. Er brachte seinen Stellungsvorteil sauber durch und konnte nach Damentausch einen Mattangriff starten.

SC Erlangen - Lübecker SV 1½ - 2½
Dürr,Florian - Poghosyan,Tigran 1 - 0
Tong,Kevin - Kololli,Kevin 0 - 1
Wegmann,Simon - Kololli,Martin ½ - ½
Tschammer,Kai - Altemüller,Jakob 0 - 1

Am Ende belegten wir einen starken 6.Platz und kamen damit auf den Startplatz.

Tabelle

Für unsere noch sehr junge Mannschaft (glaube die jüngste des Turniers) ist das ein großer Erfolg und im nächsten Jahr könnten wir mit selber Aufstellung wieder antreten.

Florian und Simon kamen auf 4,5/7 Kevin 3,5/7 und Kai konnte 2 wichtige Punkte beisteuern.

Vielen Dank an das Ausrichterteam für eine gelungene Meisterschaft. Die Ergebnisse und auch die Partien waren sehr schnell im Internet. Vor Ort lief auch alles Super.

Ein großer Dank geht auch an Familie Tschammer die uns vor Ort unterstützt hat und auch als Taxi zur Verfügung stand, genau wie Jürgen Meyer SC Uttenreuth der auf der Hinfahrt 2 Spieler mitgenommen hatte.

 

U16 - Tag1

Hier meldet sich jetzt erstmals das Team Triptis. Die Anreise – teils Zug, teils Auto – verlief auch bei uns problemlos. Mit der Unterkunft geht es allerdings etwas eng zu, wir haben eine 6er Ferienwohnung, Hanna Marie ist nicht in einem Mädchenzimmer untergekommen. Aber wenigstens konnten wir Daniel zu seinem Amberger Kumpel auslagern, so dass wir schon zurechtkommen.

In der zuerst veröffentlichten, noch nicht endgültigen Meldeliste waren wir ja hinter dem HSK an Platz 2 gesetzt. Thomas hatte an uns ja die Erwartung, dass wir oberhalb unseres Setzklistenplatzes abschneiden sollten. Weil jedoch die Hamburger auf mehreren Hochzeiten tanzen (U14, U20…) machten sie uns dieses Vorhaben unmöglich, denn sie sind nun nur an Platz 9 gesetzt, und wir an 1. Nun gut, dann spielen wir halt einfach um eine vordere Platzierung.

Erste Runde:

Unser Gegner war der SK Marmstorf  (der zweite Hamburger Vertreter).  Der Wettkampf war lange Zeit sehr spannend – Sven hatte zwar einen Mehrbauern, dafür war Daniel die Eröffnung missglückt, und er hatte wenig Zeit. Kevin hatte seine Partie, ein Holländer mit Angriffen auf entgegengesetzten Flügeln, sehr riskant angelegt, und Hanna Marie hatte sich sehr solide aufgebaut, hatte großen Zeit- und kleinen Stellungsvorteil, doch zu einem Sieg schien es nicht zu reichen. Doch kurz vor der Zeitkontrolle setzte sich die größere Routine bei uns durch, und Sven, Daniel und Kevin führen ihre Partien zum Sieg. Hanna versuchte noch alles – und am Ende gewann sie sogar auch noch. 4:0! Ein toller Auftakt.

SC Erlangen 48/88 4 : 0 SK Marmstorf
1 Klek,Hanna Marie 1:0 Kolschewski,Tobias
2 Diller,Daniel 1:0 Sakel,Nicolai
3 Zhao,Kevin  1:0 Ukena,Riko
4 Wegmann,Sven 1:0 Kalauch,Jonathan

Jetzt geht’s gegen Heitersheim (Baden), die Nummer 6 der Setzliste.

Weitere Berichte werden folgen, wir haben kostenlosen Internetzugang von unserer Wohnung aus, allerdings nicht vom Turniersaal.

2. Runde (nachmittags) - ersten Mannschaftspunkt abgegeben!

 Schachclub Heitersheim ½ : 1½ SC Erlangen 48/88
1 Wendering,Leonard 0:1 Klek,Hanna Marie
2 Grunau,Christoph ½:½ Diller,Daniel
3 Boes,Julian     1:0     Rabenstein,Stefan
4 Groß,Dennis ½:½     Zhao,Kevin

Nachdem ich den Turniersaal nach Spielbeginn wegen ein paar Besorgungen verlassen hatte und zurück kam, war Hanna Marie schon fertig. Gleich nach der Eröffnung hatte sich ihr Gegner einen Läufer einsperren lassen. Doch Kevin war in einen Angriff geraten und musste Dauerschach zulassen. Wir hofften auf noch einen Punkt bei Daniel oder Stefan, doch beide hatten deutlich schlechtere Bedenkzeit. Stefan stand besser und Daniel schlechter, doch klar war beides nicht. Bis kurz vor Schluss war nicht klar, ob wir den Wettkampf gewinnen oder verlieren würde. Dann schaffte Daniel noch das Remis, aber Stefan, der kurz zuvor noch besser gestanden hatte, stand im Endspiel auf Verlust. So kam es auch, und damit 2:2.

--Stefan Liepold

 

U16 - Tag 2

Sieg nach spannendem Kampf

 Hanna Marie legte gleich gut los und eroberte nach einem taktischen Trick einen Bauern, dann einen zweiten. Die anderen Partien standen dagegen eher schlechter, nur Kevin hatte in einer scharfen Stellung Vorteil. Doch dann kam ganz viel Sand ins Getriebe! Hanna musste ihre Mehrbauern wieder abgeben und wurde mit einem Remisgebot konfrontiert, das sie kaum ablehnen konnte. Stefan, um den wir uns die größten Sorgen gemacht hatten, stand nach ein paar Schachs plötzlich auf Gewinn, doch dann machte er wohl im Gewinnrausch einen gewaltigen Fehler und stand auf Verlust. Immerhin konnte Daniel gewinnen. Hanna nahm ihr Remisgebot an, und wir hofften, dass Kevin mit Qualität mehr dem Dauerschach entrinnen konnte. Das schaffte er und beendete eine starke Partie im Bauernendspiel, ein big point, 2,5-1,5.

SC Erlangen 48/88  2½ : 1½ Hamburger SK von 1830

1 Klek,Hanna-Marie  ½ : ½ Grötzbach,Daniel
2 Diller,Daniel     1 : 0 Chevelevitch,Valentin
3 Rabenstein,Stefan 0 : 1 Rockel,Marcus
4 Zhao,Kevin        1 : 0 Elbracht,Michael

 

Verpasste Chancen im Spitzenduell

 

Nun ging es aber um alles. Mit einem Mannschaftspunkt Rückstand gingen wir ins Spitzenduell gegen die bis dahin stark auftrumpfenden und verlustpunktfreien Stadener. Während bisher die Eröffnungsvorbereitung kaum eine Rolle gespielt hatte,  viele Gegner waren mit zu wenigen Partien in den Datenbanken, mussten wir diesmal gerüstet sein. In der Mittagspause bereiteten wir uns notdürftig vor, was wirklich nötig war, denn die Gegner zeigen sich gut vorbereitet und forderten uns sehr.

Hanna Marie hatte sich in der Vorbereitung geärgert, dass ihr Gegner nicht Najdorf spielt, weil sie hier mit ihrem Variantenbaum bestens gerüstet war. Aber dann überraschte sie ihr Gegner … mit Najdorf! Und lief natürlich voll gegen den Variantenbaum, es folgte ein Figurenopfer von Hanna auf e6. Doch das war noch nicht das Ende vom Lied, denn ihr Gegner arbeitete sich heraus und landete in einem gleichstehenden Endspiel. An Brett 2-4 dagegen: jeweils weniger Zeit, und schlechtere Stellung.

Kurz vor der Zeitkontrolle, als Hanna ins Remis einwilligte, wurde das Geschehen hochdramatisch, denn überall war Zeitnot im Spiel, und in mehreren Partien wechselte der Vorteil die Seiten. Daniel behielt in Zeitnot die Übersicht in seinem Winawer-Franzosen und gewann – mit 3,5 aus 4 ist er damit unserer bester Scorer. Übrig blieben eine totale Verluststellung von Kevin an Brett 4 (er hatte zwar lange Zeit schlecht gestanden, aber zwischendrin durchaus wieder gute Chancen gehabt) und ein wohl gewonnenes Doppelläuferendspiel von Stefan an Brett 3. Lange sah es danach aus, dass beide Partien das erwartete Ergebnis bringen würden, aber bei Stefan kamen „Läufer + falscher Randbauer“- Motive ins Spiel, und er musste mit Remis zufrieden sein.

Damit ist natürlich jetzt  Stade der Titelfavorit. Uns erwartet morgen mit Mülheim-Nord ein weiterer starker Gegner.

Stader SV           2 : 2 SC Erlangen 48/88

1 Carmesin,Matthias ½ : ½ Klek,Hanna-Marie
2 Vogt,Marc Jonas   0 : 1 Diller,Daniel
3 Schwarz,Nico      ½ : ½ Rabenstein,Stefan
4 Vöge,Tobias       1 : 0 Zhao,Kevin

 

 

U16 - Tag3

Wieder Dramatik – Rückstand aufgeholt gegen Mülheim

Eine Erholungsrunde wurde es für uns nicht. Zunächst plätscherte der Wettkampf zwar vor sich hin, aber vor der Zeitkontrolle ging es wieder nervenaufreibend zu. Hanna trauerte einer Damengewinn-Möglichkeit hinterher, stand aber etwa besser im Duell der beiden DWZ-stärksten (zusammen 4400 DWZ). Kevin setzte seinen Gegner mit einem Spanier unter Druck, deswegen machten wir uns hier Hoffnungen, aber die anderen beiden Partien – von Daniel und Stefan – standen überaus kritisch. Daniel bot nach Rücksprache Remis an, doch sein Gegner spielte weiter, während Stefan in ein Turmendspiel mit Minusbauer kam. Daniels Leichtfigurenendspiel (Springer gegen Läufer) war wahrscheinlich verloren, als Stefan die Bedenkzeit im 40. Zug überschritt -  fraglich ob seine Stellung nach haltbar war. Doch Daniel konnte bis zur Zeitkontrolle seine Stellung wesentlich verbessern, so dass man wieder von Remis ausgehen konnte. War doch noch was drin in dem Wettkampf? Kevin hatte seinen Vorteil wunderbar ausgebaut, Hanna stand besser und der Gegner knapp an Zeit. Daniels Remis kam bald, doch die anderen beiden Partien entwickelten sich zu Seeschlangen – beide über 90 Züge und die letzten Partien der Runde. Hannas Gegner versuchte mit einem Figurenopfer die letzten Bauern abzuräumen, doch es blieb ihr T+S+B gegen Turm. Kevin machte es spannend, versäumte es manchmal den Sack zuzumachen und musste ständig wieder auf Gegenspiel aufpassen. Schließlich gewann er im Damenendspiel mit 6 Mehrbauern, und Hannas Gegner hatte endlich auch ein Einsehen.

SC Erlangen 48/88 2½ : 1½ SV Mülheim-Nord
1 Hanna-Marie Klek 1 : 0 Johannes Mundorf
2 Daniel Diller ½ : ½ Mio Simanowski
3 Stefan Rabenstein 0 : 1 Nathan Stoer
4 Kevin Zhao 1 : 0 Moritz Kremer

Damit festigen wir unseren 2. Platz, Tabellenführer Stade gewinnt wieder und hat eine günstige Auslosung zur 6. Runde. Wir bleiben dran! Nun geht’s gegen Neubrandenburg, und für diesen Kampf ist Sven wieder an Bord. Hannas Partie beginnt eine halbe Stunde später, weil ihre Vormittagsrunde so lang gedauert hatte.

Minimalimus - 2:2 gegen Neubrandenburg

 

Das hätte ein 3,5-0,5 sein können. Hanna kam mit Vorteil aus der Eröffnung, einem Max-Lange-Gambit, nachdem ihr Gegner einige missglückte Springermanöver machte. Daniel hatte eine normale Französisch-Stellung, Kevin (diesmal an Brett 3) hatte wieder einen schönen Spanier mit einem Mehrbauern auf dem Brett, und Ersatzmann Sven stand ordentlich, nachdem sich sein Gegner sich gegen den Drachen sehr passiv hinstellte. Als Daniel dann plötzlich durch einen gegnerischen Fehler gewann, schien die Sache gelaufen.

Doch Sven entschloss sich unverständlicherweise, ein schlechteres Turmendspiel auf Gewinn zu spielen und stand bald völlig auf Verlust. Kevin vergrößerte seinen Vorsprung von einem Bauern auf eine Qualität, doch dann wickelte er leider in ein Endspiel Dame + Turm gegen Dame + Monsterspringer ab. Ein Sieg war schwer möglich. Auf Hanna Marie war Verlass, sie vergrößerte gnadenlos ihren Vorteil und gewann souverän. Erst jetzt bot Kevin Remis, doch inzwischen war der Monsterspringer so stark, dass der Gegner zu Recht nicht mitmachen wollte, wenig später stand es dort 0-1 und insgesamt 2:2.

Stade gewann gleichzeitig etwas glücklich gegen Landau – damit gibt es für uns nur noch rechnerische Chancen auf Platz 1. Um Platz 2 zu erreichen, den wir heute mir einem Sieg schon sicher stellen hätten können, müssen wir morgen noch mal punkten.

 

SG Eintracht Neubrandenburg 2 : 2 SC Erlangen 48/88
1 Eric Stövesand 0 : 1 Hanna-Marie Klek
2 Georg Lansky 0 : 1 Daniel Diller
3 Peter Stövesand 1 : 0 Kevin Zhao
4 Duong Dao Xuan 1 : 0 Sven Wegmann

..

 

U16 - Letzter Tag

Schade – Stade

 Deutscher U16-Vereinsmeister ist der SV Stade, der sich auch im letzten Kampf klar durchsetzte. Wir dagegen bekamen die relativ starken Aachener und mussten noch sehr um Platz 2 zittern. Hanna Marie hatte zwar bequemen Ausgleich, aber Daniel wäre mit einem Remis gegen seinen 100 Punkte besseren Gegner sehr zufrieden gewesen. Durfte er aber nicht machen, denn Stefan hatte sich mit seinen Leichtfiguren verrannt, und Figurenverlust war unabwendbar; und Kevin hätte auch leicht in eine ungünstige Lage geraten können. Sein Gegner wickelte jedoch ins Schwerfigurenendspiel ab, so dass Kevin wieder etwas besser stand. Trotzdem, wie sollte das ein Mannschaftssieg werden? Mittlerweile legten die uns im Nacken sitzenden Neubrandenburger mit einem 1,5:0,5 gegen Mülheim vor.

Stefan verlor erwartungsgemäß, während Kevin und Hanna keine richtigen Fortschritte machen konnten. Doch dann ging plötzlich alles ganz schnell. Daniels Gegner beachtete eine Fesselung nicht und verlor Material. Bald darauf ließ sich Kevins Gegner mattsetzen, woraufhin Hanna sofort Remis anbot. Ihr Gegner nahm hocherfreut an, und bald darauf gab Daniels Gegner auf.

Die Vizemeisterschaft war also doch unter Dach und Fach! Und endlich mal nicht die letzten Partien der Runde! Dass Mülheim unsere Verfolger noch schlug, war dann für uns schon ohne Belang.

SC Erlangen 48/88 2½ : 1½ Aachener SV 1856
1 Hanna-Marie Klek ½ : ½ Sven Titgemeyer
2 Daniel Diller 1 : 0 Lennart Falter
3 Stefan Rabenstein 0 : 1 Raphael Hagmanns
4 Kevin Zhao 1 : 0 Melih Furkan Ucaroglu

Daniel (6 aus 7!) und Hanna Marie (5,5 aus 7) spielten beide ein Super-Turnier, leider waren keine Brettpreise vorgesehen. Stefan (0,5 aus 5) war leider nicht in Form, beinahe hätte er trotzdem gegen Stade zu unserem Helden werden können. Er braucht wieder mehr Praxis, was er sich für 2012 auch vorgenommen hat. Kevin (4,5/7) spielte sehr stark und konnte fast alle seine Gegner sehenswert überspielen, er hätte durchaus mehr Punkte verdient gehabt. Sven kam nur 2 mal zum Einsatz (1 aus 2)  - obwohl es Kritikpunkte gab, brachte auch  er eine gute Leistung.

Die Abschlusstabelle:

Rang Mannschaft MP BP
1 Stader SV 13 21
2 SC Erlangen 48/88 11 17.5
3 SV Mülheim-Nord 9 15
4 SG Eintracht Neubrandenburg 8 16
5 Schachclub Heitersheim 8 16
6 Hamburger SK von 1830 8 15.5
7 SK 1908 Landau 8 14
8 SC Réti Heusweiler 7 17
9 Aachener SV 1856 7 14.5
10 SF Göppingen 7 14
11 SGS Amberg 7 13
12 SK Marmstorf 7 13
13 LSV Turm Lippstadt 7 12
14 ESV Lok Meiningen 6 13
15 Schachforum Darmstadt 6 12.5
16 SC Eppingen 6 12
17 SF Brackel 30 5 13.5
18 SG Königskinder Hohentübingen 5 12.5
19 SG Grün-Weiss Dresden 5 11.5
20 SV Dresden-Striesen 1990 0 6.5