
Tag 2
Runde 3
Leider die nächste Klatsche. Philipp W. bekam seine Vorbereitung aufs Brett und schaffte es in einer eher ambitionslosen, aber grundsoliden Variante im angenommenen Damengambit mit Weiß stetig positionellen Druck aufzubauen und so zunächst auszugleichen. Allerdings verlor Sven, der gegen seinen Gegner Michael Stephan die vorbereitete Variante mit Weiß aufs Brett bekam, im Mittelspiel jedoch mit einigen ungenauen Zügen Zeit vergeudete und schlussendlich auf ein Figurenopfer seines Gegners (welches zwar nicht ganz schlecht, aber objektiv trotzdem unkorrekt) in Zeitnot völlig falsch reagierte. Simon wurde von seinem Gegner Adrian Wichmann mit Sizilianisch überrascht und versuchte es mit einer Art Grand-Prix-Angriff. Adrian spielte jedoch die genauesten Züge, sodass Simon sich mit einer minimal schlechteren Mittelspielstellung begnügen musste. Leider wickelte er später unnötigerweise in ein Bauernendspiel ab, welches er für Remis hielt, jedoch übersah er einen relativ einfachen Trick seines Gegners beim Durchbruch (Idee: bei Bildung eines Freibauern schlägt dieser nicht zurück, sondern zieht vorbei, sodass dieser nicht mehr erreichbar ist für den König). Kevin spielter als Schwarzer gegen Johannes Mann Holländisch. Im Mittelspiel verlor er allerdings einen Bauern, ein zweiter folgte. Das resultierende Endspiel war unhaltbar. Damit stand es bereits 4-1 für Forchheim. Leichte Hoffnung auf wenigstens noch einen Sieg gab es bei Phillip K., der als Schwarzer in der Sämisch-Variante im Königsinder seine Computervorbereitung aufs Brett bekam und seinen Gegner Robert Wagner sowohl stellungs- als auch zeittechnisch unter Druck setzen konnte. Im weiteren Verlauf des Mittelspiels gewann Phillip einen Bauern, dieser war jedoch verdoppelt und konnte nicht gewinnbringend verwertet werden, Remis.
Endstand: SC Erlangen vs. SC Forchheim 1,5-4,5
Runde 4
In der 4. Runde ging es gegen den SK Gernsheim. Diese waren in der Startrangliste etwas weiter unten, sodass wir uns Chancen ausrechneten, erfolgreicher zu sein als den Runden 2 und 3. So kam es am Schluss dann auch, aber der Reihe nach...
Philipp W. schlug erneut präzise mit seiner Computervorbereitung zu. Er bekam die Stellung, die er erst kurz vor der Runde analysiert hatte und machte in einem Katalanen mächtig Druck. Der Gegner verbrauchte viel Zeit, zudem wurde Philipps Stellung immer besser...und irgendwann war der Punkt schließlich da. Schön gewinnen konnte zudem Simon, der nach eigener Aussage eine flotte Angriffspartie spielte. Somit führten wir kurzzeitig mit 2-1. Da Kevins Partie ebenfalls sehr gut stand, Sven eine leicht bessere Mittelspielstellung in einem Sizialianer mit Weiß hatte und nur Phillip K. ein Endspiel zwar mit ungleichfarbigen Läufern, aber gleich drei Minusbauern verteidigte, waren zumindest kurzzeitig Hoffnungen da, dass wir den Kampf knapp für uns entscheiden könnten.
Phillip K. musste wenig später das hoffnungslose Endspiel aufgeben. Sven geriet allerdings in extreme Zeitnot und lebte nur noch von seinem 30-Sekunden-Bonus, von der 40-Züge-Grenze war er weit entfernt. Dies in Kombination mit einigen aktiven Zügen seines Gegners war dann zuviel. In der Hast, eine Springergabel zu entschärfen, lies Sven dann sogar ein einzügiges Matt zu. Kevin hatte mittlerweile ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett, nachdem er einen wichtigen Bauern seines Gegners am Damenflügel erobern und sich einen Freibauern bilden konnte.
Somit ein leistungsgerechtes 3-3
SC Erlangen vs. SG Gernsheim 3-3