Pictogramm Schach

Tag 3

Runde 5

Leider wieder eine Niederlage, auch wenn wir uns teuer verkaufen konnten. Kevin konnte in einem Najdorf-Sizilianer einige vorbereitete Spielideen auspacken, welchen der Gegner nicht viel entgegenzusetzen hatte. Kevin konnte den wichtigen Bauern auf e6 erobern, was zu einer katastrophalen Stellung führte, da Weiß nun auch wahlweise die Felder d5/f5 mit Springern bestücken konnte. Ein verdienter Sieg! Leider verloren Simon und Sven, zu den Partien werde ich ggf. näher drauf eingehen, wenn diese online verfügbar sind.  SF Dortmund-Brackel war somit bereits ein Mannschaftspunkt sicher, sodass wir nun alles geben mussten. Philipp W. musste zwar als Schwarzer in einem Slawen mit einer gedrückten Stellung zurecht kommen, allerdings hatte der Gegner einen verdoppelten Isolani auf der d-Linie. Schlussendlich spielte Philipp ein Leichtfigurendspiel mit Springer gegen Läufer, wobei der Springer dem Läufer leicht überlegen war, da die gegnerischen Bauern des Läufers überwiegend auf derselben Farbe standen und so dessen Aktionsradius einschränkten. Klar war die Sache trotzdem allemal nicht, Philipp knetete dieses Endspiel jedoch so lange, bis der Gegner schließlich einbrach. Phillip K. schaffte es einen Freibauern auf der 6. Reihe im gegnerischen Lager zu installieren, welcher von seinem Läufer auf g3 gedeckt wurde. Er versuchte mit einem Qualitätsopfer, den Freibauern durchzubringen - doch er Gegner opferte die Qualität einfach zurück, um den Freibauern zu beseitigen. Damit stand ein gleiches Turmendspiel auf dem Brett, wo nicht mehr viel zu machen war, Remis.

Im Ergebnis ist der Kampfgeist der Mannschaft sehr zu loben! Trotz der Tatsache, dass wir bisher in jeder Runde den Gegnern einen Punkt vorgeben mussten gaben wir alles, um zumindest einen Mannschaftspunkt rauszuholen. Dass es gestern in der 4. Runde zwischendurch durchaus nach "mehr" aussah und wir uns auch heute achtbar schlugen zeigt, dass wir auch nur zu fünft unseren Gegnern durchaus gefährlich werden können. ;-)

Zur Zeit geht es gegen die an drei gesetzte Mannschaft, den Stadter SV.

Runde 6

Die Negativserie reißt nicht ab. Trotz der knappen Niederlage in der 5. Runde mussten wir gegen die an drei gesetzte Mannschaft aus Stade ran. Simon schaffte gegen einen etwas DWZ-stärkeren Spieler mit Weiß ein Remis, nachdem er seine Spielweise im Grand-Prix-Angriff gegen Sizilianisch im Vergleich zur 3. Runde verbessert hatte. Sven überraschte seinen Gegner mit der Rossolimo-Variante im Sizilianer, was im zunächst einen kleinen Zeitvorteil einbrachte. Nennenswerte Vorteile konnte Sven aber im Mittelspiel nicht erzielen, die halboffene h-Linie und etwas schwache Königstellung sowie ein in seiner Mobilität stark eingeschränkter Springer auf b3 gaben eher Anlass zur Sorge, zudem wurde die Zeit wieder einmal knapp. In der Folge verlor Sven einen wichtigen Bauern auf g4, einen Königsangriff konnte er zwar durch Abtausch von Material abwehren, das entstandene Endspiel allerdings war aber trotzdem klar verloren. Kevin geriet offenbar in eine Vorbereitung seines Gegners, der in einem Franzosen seine Züge regelrecht runterblitzte. Es entstand eine Stellung mit heterogenen Rochaden. Der weitere Verlauf der Partie ist mir  (noch) nicht bekannt, Kevin verlor leider am Ende. Phillip K. geriet in eine passive Stellung, der Gegner beherrschte mit seinen Türmen die c-Linie und konnte auf der 7. Reihe eindringen. Dies in Kombination mit dem zur Schwäche neigenden a-Bauern führte zum Verlust der Partie. Philipp W. versuchte, wenigstens noch den Ehrentreffer zu erzielen, nachdem er zunächst einen Bauern im Mittelspiel erobern konnte. Gewinnträchtig war die Stellung zwar noch nicht, Philipp versuchte alles, den ganzen Punkt zu holen, der Gegner hielt jedoch energisch dagegen. Vielleicht wäre bei etwas genaueren Spiel noch was gegangen, ganz sicher bin ich mir da allerdings auch nicht.

Unter dem Strich steht daher eine vielleicht etwas zu hohe, aber verdiente 1-5 Niederlage.


SC Erlangen vs. Stadter SV                                            1-5